Und Apple so: OLED ist der Hit, nicht Touch!

Ein MacBook Pro mit Touchscreen-Display wäre einmal eine Sensation gewesen. Bei Apples neuem Pro-Notebook sticht aber ein anderes Detail heraus.

Und Apple so: OLED ist der Hit, nicht Touch!
Das neue Apple MacBook Pro mit PROLED XDR hat OLED und Touch. (Bild mit Material von Apple)

Passend zur Neuankündigung des neuen Apple MacBook Pro mit „PROLED“-Touchscreen kramen Fans einige „historische“ Videos hervor. Ein MacBook und Touch? Da war doch mal was.

Oder genauer gesagt: da war nichts, es galt lange als undenkbar. Die langjährige Apple-Chef-Ikone Steve Jobs nannte ein Notebook mit Touch anno 2010 noch „ergonomisch furchtbar“ und sagte, der Arm wolle einem abfallen, wenn man zu lange damit arbeite:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab).

Sein Nachfolger, der ebenfalls langjährige Ex-Apple-Chef Tim Cook, nannte einen Touchscreen in einem Notebook 2012 noch ungefähr so passend, als würde man einen Kühlschrank mit einem Toaster kreuzen.

Jetzt haben wir 2026. Jobs ist leider 2011 verstorben, Tim Cook hat sich heuer aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Neuer Apple-Chef ist John Ternus. Und nicht erst, seit der offiziell an der Spitze von Apple steht, probiert sich das Unternehmen neu aus. Davon zeugten zuletzt die neue Smart-Home-Touch-Steuerung HomeView oder das erste faltbare iPhone, das iPhone Duo.

Eine Sache fällt aber auf, wenn wir jetzt auf das Marketing für das neue MacBook Pro mit PROLED-Display schauen: Hier ist das Highlight eindeutig Apples erstes OLED-Display in einem MacBook – und dann erst der Touchscreen:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab).

Apple weist auch im Begleittext zu den neuen MacBook Pro vor allem auf die Fähigkeiten des neuen OLED-Displays hin: tiefe Schwarzwerte, hohe Kontraste, starke Helligkeit, leuchtende Farben – OLED eben. Und, ach ja, dann auch noch Touch.

Warum Apple lange kein Touch in Laptops wollte

Seit dem Start des iPhones 2007 und des iPads 2010 ist Apple zu einem Schwergewicht der Touchscreen-Devices geworden. Und die sollten aus Apple-Sicht zu der Zeit auch lieber bei iPhone und iPad bleiben und nicht auf ein MacBook wandern.

Die Gründe, warum Apple lange kein Touch in MacBooks wollte:

  • Angst um macOS: Apple gönnt sich als einer der wenigen Hersteller am Markt ein gefeiertes, eigenes Betriebssystem, das gerne von Kreativen genutzt wird. Und genau die befürchteten seinerzeit, dass Apple macOS zu Gunsten von iOS/iPadOS aufgeben könnte.
  • Angst vor Selbstkannibalisierung: Apple schreckte auch aus wirtschaftlichen Gründen lange vor einem Touch-MacBook zurück. Das Unternehmen hatte Angst, sich den damals sehr lukrativen Markt des äußerst erfolgreichen iPads damit selbst kaputt zu machen.
  • Angst um den Premium-Status: Apple sieht sich als Premium-Marke. Den Lowcost-Bereich sollen lieber die anderen abdecken. Und rückblickend etwas erstaunlicherweise adressierten Touchscreen-Notebooks lange Zeit eher das untere und mittlere Preissegment. Dahin wollte Apple nicht wandern.

Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass Touchscreen-Notebooks kein Teufelszeug sein müssen. Vielmehr eine angenehme Ergänzung für die häufiger genutzten Touchpads und Tastaturen. Dort bleibt man als Nutzerin oder Nutzer die meiste Zeit. Aber hin und wieder mal eine gelungene Funktion mit Touch bedienen, scrollen – oder im Kinomodus mit dem Finger an der Timeline ein Video vor- oder zurück“spulen“. Da fällt einem der Arm schon nicht ab, Mr. Jobs!

Und auch vor Lowcost muss Apple keine Angst haben. Die beiden neuen MacBook Pro 14“ und 16“ mit PROLED XDR starten erst ab 3.299 Euro (Herstellerpreis).

Und auch das iPad behält seine Daseinsberechtigung. Denn das lässt sich weiterhin mit einer Andock-Tastatur und einem Stylus betreiben. Das neue MacBook Pro mit PROLED XDR nicht.

Auch einen Stylus hielten sie bei Apple übrigens mal für Teufelszeug. Aber die Zeiten ändern sich ja. Und das ist auch gut so.

Die neuen MacBook Pro mit PROLED XDR erscheinen am 6. November 2026. Du kannst sie in Kürze vorbestellen.

Neue Beiträge abonnieren!

Täglich frisch um 17 Uhr im Postfach

Themenauswahl

Änderungen jederzeit über die Abo-Verwaltung möglich – weitere Themen verfügbar

Jetzt kommentieren!

Schreibe einen Kommentar

*
*
Bitte nimm Kenntnis von unseren Datenschutzhinweisen.