Vale V15D im Test: Val(u)e for the money

Vale bietet schicke Designs auch bei Einstiegs-Notebooks. Das Vale V15D beweist im Test dazu seine Qualitäten in der Anwendung.

Vale V15D im Test: Val(u)e for the money
Vale V15D (Bilder: Jürgen Vielmeier)

Schön designte Notebooks sind auch wegen der grassierenden Speicherkrise zunehmend teuer. Der deutsche PC-Anbieter Vale hält dagegen. Das preisgünstige V15D zeigt in unserem Test einige Kniffs und überzeugt mit Display, Tastatur und Trackpad.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Vale V15D ist ein Einstiegs-Notebook mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Es gibt das 15,6-Zoll-Gerät in mehreren Ausführungen.
  • Vale hat ein mattes Display, ein riesiges Trackpad und eine Tastatur mit einem angenehmen Schreibgefühl verbaut.
  • Der Einstiegspreis liegt bei 299 Euro.

Größe und Gewicht: Groß, aber nicht zu schwer

Das Vale V15D misst in der Breite von fast 35,7 cm. Als Display-Diagonale messen wir 39,5 cm (15,55 Zoll). Aber auch zugeklappt ist das Notebook mit 2,7 cm an der dicksten Stelle nicht gerade schlank, dafür aber mit gemessenen 1.670 Gramm für die Größe nicht zu schwer.

Design: Hartplastik

Kein Metall, dafür Hartplastik und auch deswegen noch vergleichsweise leicht. Vale verwendet im V15D ein durchaus griffiges, mattes Oberflächenmaterial, auf dem Fingerabdrücke kaum haften bleiben.

vale v15d test Tester
Das Vale V15D in Hartplastik mit seinem Tester

Wir haben vor allem hinten eine recht dicke Bodenschwelle von etwa 5mm, damit die unten und hinten angebrachten Lüftungsschlitze Wärme ableiten können. Das Lüftungssystem wirkt ausgeklügelt und gut versteckt in das Gerät eingebaut.

vale v15d test Kuehlsystem
Lüftungsmatrix und Gummiauflage

Für die Displayauflage verwendet Vale zwei kleine Gummipuffer. Die Handballenablage neben dem Trackpad ist schlicht und angenehm. Vale hat die Gehäuse-Ecken abgerundet und keine scharfen Kanten entstehen lassen.

Schön: Die integrierte Webcam hat einen nicht zu leichtgängigen Anti-Spy-Schieberegler, der sich aber sehr leicht ertasten lässt.

vale v15d test Webcam
Webcam mit Schieberegler

1-Finger-Öffnungstest: Yes

Im Brudermodell Vale V17D klappte der 1-Finger-Aufklapptest nicht, im V15D schon:

Vale V15D 1 Finger optimized
Öffnet mit einem Finger ohne Gegenhalten

Erfreulich ist, dass das Scharnier den Bildschirm in Position hält. Der maximale Öffnungswinkel geht sogar noch etwas über die 135 Grad des 17er-Modells hinaus: Hier sind es 160 Grad.

Display: Matt und ohne Touch

Das Display ist matt, bietet einen angenehmen Betrachtungswinkel und ausreichend Helligkeit. Vor Spiegelungen bei sehr heller Sonneneinstrahlung schützt das freilich nicht; in den allermeisten Szenarien können wir das Display aber gut ablesen. Auf Touch verzichtet der Hersteller dabei.

vale v15d test Display Sonnenlicht
Das Display ist matt und angenehm zu betrachten – in starkem Sonnenlicht hilft aber auch das nicht.

Technische Daten

Technische Daten des VALE V15D
Display: 15,6 Zoll (39,6 cm), mattes IPS-Panel, Full HD (1.920 × 1.080), 60 Hz
Prozessorvarianten: Intel Pentium Gold 6500Y, Core i3-1210U, Core i5-1230U oder Core i5-1250P
Pentium Gold 6500Y: 2 Kerne / 4 Threads, 1,1–3,4 GHz, 4 MB Cache, 5 W TDP
Core i3-1210U: 6 Kerne / 8 Threads, bis 4,4 GHz, 10 MB Cache, 9 W Basisleistung
Core i5-1230U: 10 Kerne / 12 Threads, bis 4,4 GHz, 12 MB Cache, 9 W Basisleistung
Core i5-1250P: 12 Kerne / 16 Threads, bis 4,4 GHz, 12 MB Cache, 28 W Basisleistung
Grafik: Je nach CPU integrierte Intel UHD Graphics 615, Intel UHD Graphics oder Intel Iris Xe Graphics
Arbeitsspeicher: Je nach Variante 8 oder 16 GB; Angaben zur Aufrüstbarkeit sind nicht für alle Konfigurationen einheitlich ausgewiesen
SSD: Je nach Variante 256 oder 512 GB
Anschlüsse: 2 × USB-A 3.1 Gen 1, 2 × USB-A 2.0, USB-C 3.1 mit Daten-/Video-/Ladefunktion, zusätzlicher USB-C-Ladeanschluss, HDMI 1.4, 3,5-mm-Audio, microSD
Funkverbindungen: WLAN 2,4/5 GHz, Bluetooth 5.0
Akku: 38 Wh (7,6 V / 5.000 mAh); Lieferung ohne Netzteil, USB-PD-Ladegerät mit 45 W empfohlen
Betriebssystem: Je nach Ausführung Windows 11 Home oder Windows 11 Pro
Kamera und Audio: 1,9-MP-Webcam mit Privacy Shutter, Stereo-Lautsprecher und Dual-Mikrofon
Abmessungen und Gewicht (Herstellerangaben): ca. 358 × 234 × 21,5 mm; ca. 1,65 kg

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur geht im V15D fast über die ganze Breite und integriert einen Nummernblock. Interessanter Kniff: Die rechte Cursor-Taste ragt noch in den Nummernblock hinein. Eine zusätzliche Enter-Taste wie im Brudermodell gibt es hier allerdings nicht.

vale v15d test Cursor Taste Nummernblock
Hübscher Kniff: Die rechte Cursor-Taste ragt in den Nummernblock hinein.

Blind schreiben mit der Tastatur ist etwas gewöhnungsbedürftig, gelingt uns – von einer MacBook-Tastatur kommend – aber erstaunlich schnell. Der Tastenhub ist recht lang, der Druckpunkt aber klar und etwas weniger schwammig als im V17D. Das Tippen auf den leicht angerauten Tasten ist letztlich bei beiden Geräten sehr angenehm.

vale v15d test Keyboard
Auf der Tastatur des Vale V15D lässt sich gut schreiben.

Das Trackpad ist für ein 15-Zoll-Notebook sehr groß. Wir messen 14 x 9 cm und einen Durchmesser von 16,4 cm oder 6,46 Zoll.

Auch Steuerung und Druckpunkt des Trackpads sind gut. Wir steuern den Cursor und nutzen die integrierten Tasten unten intuitiv. Palm Rejection, also die Sperrung des Trackpads bei versehentlicher Ablage des Handgelenks, funktioniert im V15D ebenso wie im V17D einwandfrei.

vale v15d test Trackpad
Das Trackpad ist für einen 15-Zoll-Laptop sehr groß.

An der Handballenauflage wird das Notebook außerdem nicht heiß. Wir messen in Ruhe sowohl ober- als auch unterhalb des Gehäuses 25,1 bis 25,5°C. Ein OCCT-Benchmark von 20 Minuten Dauer erhöht die Temperatur oben auf immer noch nicht störende 35 Grad.

Die Tastatur ist nicht beleuchtet.

Akku und Laden

Der Akku ist mit 5.000 mAh (38 Wh) nur so groß portioniert wie ein Mittelklasse-Smartphone. Wir kommen mit einer Akkuladung bei gemischter Nutzung auf 4-5 Stunden Laufzeit.

vale v15d test Akkustand und Katze
Ladestand und Katze (aus dem Opera Air Browser)

Zum Wiederaufladen braucht das Gerät denn auch eher lange. Während der Arbeit lädt es von 30 auf 50 Prozent in etwas über 30 Minuten bei 25 bis 30 Watt. In einer Stunde geht es von 30 auf 66 Prozent, in einer weiteren Stunde dann auf 100 Prozent. Insgesamt dauert das Laden rund 3 Stunden.

Das Laden ist über beide integrierte USB-C-Ports möglich.

Anschlüsse und Ausstattung

Vale hat das V15D recht reichhaltig mit physischen Anschlüssen ausgestattet:

  • 3x USB-A (2x USB 3.1 Gen 1, 1x USB 2.0)
  • 2x USB-C (USB 3.1 Gen 1)
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x 3,5mm Klinke (für Kopfhörer oder externes Mikrofon)
  • 1x MicroSD-Karten-Einschub
  • 1x Kensington-Lock

Bei den Drahtlos-Verbindungen belässt es Vale bei den älteren Standards WiFi 5 und Bluetooth 5.0.

vale v15d test Anschluesse rechts klapp
Die Anschlüsse rechts und das weit nach hinten kippbare Display

Die Hardwarekonfigurationen können variieren. Unser Testgerät verfügt über 512 GB Speicher, von dem 474 GB frei verfügbar sind. Wir haben 16 GB RAM zur Verfügung und einen Intel Pentium Gold Prozessor. Möglich wären auch ein Core i3 oder Core i5 der 12. Generation (Alder Lake von 2022).

vale v15d test Anschluesse links
Anschlüsse links

Der in unserem Gerät verbaute Intel-Pentium-Gold-Prozessor zeigt sich schneller als erwartet bei Reaktionszeiten und beim Hochfahren des Systems. Länger arbeitet er beim Aufbau von Webseiten und beim Aufruf einiger größerer Apps.

Lautsprecher, Mikro und Webcam

Vale verwendet Stereo-Lautsprecher. Perfekten Sound erwarten wir bei einem Einstiegsgerät natürlich nicht. Bei den Speakern im V15D nehmen wir nur wenig Bass wahr, die Betonung liegt auf den Höhen. Der Sound ist insgesamt etwas blechern. Die Qualität insgesamt ausreichend.

vale v15d test lautsprecher 2
Einer von zwei Lautsprechern im Vale V15D.

Das interne Mikrofon offenbart bei einer Test-Webcam-Aufnahme einen eigentlich guten, ausgewogenen, aber deutlich rauschenden Sound. Auch die Qualität der Webcam (1,9 Megapixel) ist nicht wirklich gut. Farbübergänge wirken verlaufen, Details schwammig. Beides ist in Notfällen brauchbar, aber wenn häufige Videocalls geplant sind, raten wir zu externen Mikros und Webcams.

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Windows 11 und Reaktionszeit

Wie eigentlich jedes Betriebssystem nervt auch Windows 11 bei der Einrichtung mit sehr vielen Fragen. Dafür installiert Vale keinerlei Bloatware, wir können bei der Einstellung allerdings passende Softwarepakete wie für Gaming- oder Produktiv-Apps installieren, was angenehm ist und Zeit spart.

Auch der integrierte Windows Defender als Standard-Sicherheitslösung lässt uns in Ruhe und nervt nicht mit ständigen Anzeigen oder Angeboten.

Das Aufwachen auch aus längerem „Schlaf“ geht mit dem Pentium-Gold-Prozessor erstaunlich schnell.

Am Cinebench 2026 verzweifelt der Gold-Prozessor unserer Konfiguration und braucht Stunden für das Rendering, weswegen wir den Test abgebrochen haben.

Die meisten Alltagsaufgaben gelingen aber ohne allzu belastende Verzögerung. Kleinere Apps starten überraschend schnell, größere brauchen länger als auf anderen Systemen gewohnt. Einige Schwierigkeiten hat der Prozessor beim Aufbau aufwendiger Webseiten und Web-Apps.

Lüftergeräusche

Den Lüfter bekommen wir im Vale V15D zum Glück selten zu hören. Und selbst bei voller Leistung während des OCCT-Benchmarks ist er noch vergleichsweise leise.

Fazit: Für den Preis in Ordnung

Das Vale V15D überrascht mit einer angenehmen Tastatur, einem sehr großen Trackpad und einem matten Display, das hell genug ist und wenig spiegelt. Auch das Design wirkt durchaus angenehm für die Preisklasse. Einzelne Kniffs wie der Privacy-Modus der Webcam, die zahlreichen Anschlüsse und das kaum störende Lüftungssystem sind die Highlights des Budget-Notebooks.

Seine Schwächen sind der etwas zu gering bemessene Akku und die eher unterdurchschnittlichen Lautsprecher, Webcam und Mikrofonqualität. Die wählbaren Prozessoren sind alt, aber für ein Alltagsnotebook voll tauglich. Wer damit leben kann, erhält im Vale V15D gerade in der unteren Preisklasse ein voll zufriedenstellendes Notebook.

Vale spart Kosten beim Einsatz eher älterer Technik wie den älteren Prozessoren, WiFi 5, HDMI 1.4 und Bluetooth 5.0. Die anvisierte Käuferschicht dürfte das im Alltag aber kaum bemerken.

Das Vale V15D gibt es aktuell in drei Konfigurationen:

Unsere Bewertung
  • Preisgünstiges Notebook mit schönem Design
  • Leichte Bedienbarkeit dank guter Tastatur und großzügigem Trackpad
  • Angenehm mattes Display
  • Anschlüsse satt
  • Akku könnte großzügiger dimensioniert sein
  • Ältere Drahtlos-Anschlüsse wie WiFi 5 und Bluetooth 5

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